Die Führungsgruppe rückt aus, wenn ein Einsatz größer wird, als ein einzelner Einsatzleiter ihn allein steuern kann. Sie unterstützt die Führungskräfte vor Ort, koordiniert den Funkverkehr, dokumentiert den Einsatzablauf — und entlastet die ausrückenden Wehren, damit diese sich auf den eigentlichen Auftrag konzentrieren können.

- Mitglieder
- 22
- aus sechs Wehren des Alb-Donau-Kreises
- Aufgebaut
- 2003
- nach FwDV 100, im gesamten Landkreis
- Funktionen
- 6
- Leitung, Doku, Funk, Lage, Atemschutz
- Alarmiert ab
- B 3
- Brand 3 / Hilfeleistung 3
So arbeitet die Führungsgruppe
Im Einsatz konzentriert sich die Gruppe auf vier Aufgabenfelder — sie läuft parallel zur eigentlichen Brand- oder Hilfeleistungs-Truppe und hält dem Einsatzleiter den Rücken frei.
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01
Führung unterstützen
Der Einsatzleiter trifft die Entscheidungen — die Führungsgruppe setzt sie um: Abschnittsbildung, Nachforderung von Kräften, Verbindung zu Behörden und Leitstelle.
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02
Funk koordinieren
Mehrere Funkkanäle, mehrere Einsatzabschnitte, eine Leitstelle: Die Gruppe steuert die Kanaltrennung, hält Verbindung in alle Richtungen und sorgt für ein klares Funkbild.
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03
Lage festhalten
Stärkemeldung, Lagekarte, Einsatztagebuch — die Führungsgruppe dokumentiert lückenlos, was im Einsatz passiert, und bildet damit auch die Grundlage für die spätere Nachbereitung.
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04
Atemschutz überwachen
Übergeordnete Atemschutzüberwachung über alle Abschnitte hinweg, Bereitstellung weiterer Geräteträger und -geräte — ein Sicherheitsnetz für alle, die unter PA arbeiten.
Funktionen in der Führungsgruppe
Bei einem ausgewachsenen Einsatz ist die Führungsgruppe mit mindestens neun Personen besetzt. Jede Funktion hat ihren festen Platz.
- Führungsgruppenleiter
- Dokumentation
- Funker 4 m
- Lagekartenführer
- Übergeordnete Atemschutzüberwachung
- Mehrere Abschnittsfunker 2 m
Sechs Wehren, ein Team
Die Gruppe ist bewusst über Wehrgrenzen hinweg aufgestellt: So sind auch tagsüber, wenn die Munderkinger Kräfte gebunden sind, ausreichend Führungskräfte verfügbar.
- Feuerwehr Munderkingen
- 9 Mitglieder
- Feuerwehr Rottenacker
- 8 Mitglieder
- Feuerwehr Obermarchtal
- 2 Zugführer
- Feuerwehr Untermarchtal
- 1 Zugführer
- Feuerwehr Oberstadion
- 1 Zugführer
- Feuerwehr Grundsheim
- 1 Zugführer
Geschichte
Aus einer Idee des Alb-Donau-Kreises wurde ein landkreisweites Einsatzkonzept — und ein Standard, ohne den heute kaum noch ein Großeinsatz ablaufen würde.
Um bei größeren Schadenslagen eine Führungsorganisation entsprechend der FwDV 100 zu gewährleisten, begann der Alb-Donau-Kreis im Jahr 2003 damit, eine einheitliche Struktur in Form von Führungsgruppen aufzubauen. Der Landkreis wurde in Bereiche eingeteilt, jede Bereichswehr stellt seitdem eine eigene Führungsgruppe.
Was vor über 20 Jahren als Pilot startete, hat sich längst etabliert: Die Führungsgruppen entlasten die einsatzführenden Wehren, schaffen klare Strukturen an großen Einsatzstellen — und werden auch in Zukunft unverzichtbar sein.